22 Tage Twitter … zwitschern oder nicht zwitschern
Ich muss zugeben, dass ich vor 3 Wochen Begriffe wie Twitter und zwitschern schon einmal gehört hatte, aber nicht wirklich was damit anfangen konnte. Für mich waren Dienste wie Twitter, Facebook usw. Randerscheinung die es sich nicht zu beachten lohnten. Aber die immer größer werdende Präsenz in den Medien hat mich bzw. uns dann doch neugierig werden lassen. So beschlossen wir also uns bei Twitter anzumelden und einfach mal zu schauen was passiert.
Grundgedanke Web2.0
Web2.0 ist eine andere Denkweise die man erst einmal verinnerlichen muss. Es steht der Grundgedanke „Mitmachen“ und „Mitmachen lassen“ im Vordergrund. Früher gab es ein einige große Portale, die einem mit Informationen fütterte. Web2.0 heißt: selber schreiben. Die Informationsvielfalt im Internet selbst mitgestalten. Diese Entwicklung kann man an der Vielzahl von Blogs erkennen die mittlerweile im Internet zu finden sind. Und die Spitze ist dabei noch lange nicht erreicht.
Im übertragenen Sinn heißt das für Firmen: greifbarer und transparenter werden. Die Kunden wollen wissen, dass sie es mit Menschen zu tun haben und nicht nur mit einer „Firma“.
Microblogging
Die nächste Stufe des klassischen Blogs ist das Microblogging. Mit der bekanntester Vertreter ist hier Twitter. Mircoblogging ist eine verkürzte Form des Bloggens. Also die Information komprimiert auf max. 140 Zeichen. Das ist natürlich nicht viel, so das es meist nur Kurznachrichten mit einem Link zu der Quelle sind. Folgt man diesem Link, bekommt man auch mehr Details.
Im privaten Bereiche wird Microblogging als Tagebuch benutzt. So kann man z.B. erfahren was „Martin“ heute zu Mittagessen hatte oder das Lena im Moment Zahnschmerzen hat. Der Informationsgehalt hält sich dabei natürlich in Grenzen aber darum geht es meist auch gar nicht. Es geht um das „miteinander“. Die Person, die da am anderen Computer sitzt, wird greifbarer. Er ist nicht mehr nur ein User, sondern ein Mensch – und der hat auch mal Zahnschmerzen. Wie auch beim Bloggen spielt hier das agieren miteinander ein sehr wichtige Rolle.
Die erste Hürde

Anmelden, Profil erstellen, ein Tweet schreiben .. das war alles recht einfach und intuitiv. Aber wie finde ich jetzt eigentlich diese Tweets? Auf dem eigenen Twitter-Account war kein Link zu finden. Es konnte lediglich nach Twitter-User (Find People) gesucht werden aber nicht nach deren Tweets. Erst über Google bin ich fündig geworden: Die Twitter-eigene Suche: search.twitter.com oder auch www.twazzup.com
Ein schöne Übersicht von Search-Tools findet man u.a. hier:
Twitter – Die wichtigsten Tools, Suchmaschinen, Kurzbefehle und Blogs
140 Zeichen: in der kürze liegt die Würze
Zu wenig für das, was man sagen möchte und zu viel um es sein zu lassen. ![]()
Ich habe die 140 Zeichen Grenze schon oft verflucht. Aber man gewöhnt sich recht schnell daran und lernt sich kurz zu fassen bzw. vieles abzukürzen. Schade ist dabei eigentlich nur, dass die Tweets (das ist twitterisch: damit sind die Nachrichten gemeint) sich dann auf das wesentliche beschränken müssen und oftmals kein Platz mehr für ein „Bitte“ und „Danke“ ist.
Übrigens: der letzte Satz hatte 216 Zeichen … nur mal um ein Vorstellung zu bekommen.
Erweiterung des Wortschatzes
Taucht man erst einmal in die Twitter-Welt ein, so begegnen einem recht schnell viele Begriffe, deren Bedeutung erst einmal ergründet werden müssen. Da ist von Tweets die Rede oder RT, von Twitterer oder auch von Follower. Es ist also ratsam, sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen über die gebräuchlichen Begriffe.
Hier die Wichtigsten im Überblick:
| Twitterer | Damit ist der Twitter-Nutzer gemeint. |
| Tweet | Eine Nachricht die auf Twitter veröffentlicht wird. |
| Follower | Das sind die Twitterer die mir folgen und somit alle meine Nachrichten abonniert haben. |
| @ | Damit kann ich einen Tweet an einen bestimmten Twitterer senden. Dieser Tweet kann allerdings von allen gelesen werden. |
| DM | Damit kann ich auch einen Tweet an einen bestimmten Twitterer senden. Im Gegensatz zu @ ist dieser Tweet aber NUR an den einen Twitterer gerichtet. |
| RT | Mit RT (Retweet) werden Tweets gekennzeichnet, die man bei Twitter gefunden hat und an seine Follower weiterreichen möchte. Dabei sollte auch der Twitterer genannt werden, von dem der Tweet stammt. |
Hier habe ich ein Glossar gefunden welches die Begriff schön erklärt: Kleines Twitter Glossar: Twitterfachbegriffe leicht erklärt
tr.im? bit.ly? Ist da jemand auf der Tastatur eingeschlafen?
Nein
Dies sind praktische Dienste, die eine URL verkürzen. Oft möchte man ja für weitere Informationen noch eine URL im Tweet unterbringen. Da diese, ganz im Sinne von SEO, meist nicht gerade kurz sind (z.B. http://www.preisbiene.de/blog/nuetzliches/so-nutzen-sie-die-rechtschreibpruefung-im-firefox), wäre ein Grossteil der 140 Zeichen schon aufgebraucht. Der Dienst http://tr.im macht daraus eine so genannte Short-URL. D.h. der Dienst speichert die lange URL in seiner Datenbank ab und weist ihr eine eindeutige Kennung zu. Mit dieser Kennung in Verbindung mir dem Dienstnamen hat man jetzt einen kurzen Link, der benutzt werden kann. Z.B. http://tr.im/yKbb
Was mir aufgefallen ist: so weit ich gelesen habe werden diese URLs dauerhaft gespeichert. Das wiederum heißt ja, dass bei 14.776.336 Urls Schluss ist. Denn die Kennung hat 4 Stellen und beinhaltet Grossbuchstaben, Kleinbuchstaben und Ziffern. Also: 62^4.
Klingt eigentlich viel. Aber genauer betrachtet ist es das nicht. Man kann davon ausgehen, dass täglich mehrere Millionen Tweets versendet werden. Selbst wenn man in Betracht zieht, dass es sich auf mehrere Dienste (bit.ly etc.) verteilt, nicht jeder Tweet eine Url enthält und die gleiche URL nur einmal in die Datenbank wandert, erscheint mit das doch sehr knapp.
Ich vermute mal, dass wir bei tr.im recht bald 5-stellige Kennungen finden werden.
Follow you Follow me

Follower bekommt man eigentlich sehr schnell. Aber vor allem englischsprachige Twitterer springen schnell wieder ab wenn man ihnen nicht auch folgt. Macht es dann Sinn denen zu folgen? Eigentlich nicht, da die Wahrscheinlichkeit, dass sie meine Tweets (die zudem auch noch in deutsch verfasst sind) lesen, wohl gegen Null geht. Da gibt es tatsächlich Twitterer, die haben genau 0 Tweets aber >70.000 Follower o_O Das da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht ist offensichtlich. Es gilt also abzuwägen zwischen:
Einer hohen Anzahl Follower
Erhöht die mögliche Reichweite und die Wahrscheinlichkeit über andere Twitterer weitere Follower zu bekommen (die dann hoffentlich auch die Tweets lesen).
Eine eher niedrige Anzahl Follower
Die sind dann fein sortiert. Z.B. Themennah und deutschsprachig. So ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass diese Follower auch die Tweets lesen (immer vorausgesetzt, es werden interessante Dinge getweetet
)
Großer Nachteil ist allerdings, dass oft eine niedrige Anzahl Follower mit „der ist nicht Interessant“ verwechselt wird. Was ja überhaupt nicht stimmen muss.
Twitter-Dienste und Tools ohne Ende
Es gibt rund um das Thema Twitter hunderte Tools die einem das Leben erleichtern sollen oder Statistiken liefern. Diese Dienste nutzen meist die API (Twitter-API-Documentation) die Twitter zur Verfügung stellt. Hierüber können alle möglichen Informationen abgerufen und verarbeitet werde.
Diese Tools hier alle aufzulisten würde allerdings den Rahmen sprengen und da sich schon einige andere Blogger mit diesem Thema beschäftigt haben, verweise ich an dieser Stelle gerne auf diese Artikel:
Twitter: die wichtigsten Tools, Suchmaschinen, Kurzbefehle und Blogs
Zwitscherliste: Über 100 Twitter Tipps und Tools
Durchweg positive Erfahrungen
Meine ersten Twitter-Erfahrungen kann ich durchweg als positiv bewerten. So sind z.B sehr nette Unterhaltungen via DirectMessage möglich und durch die Schnelllebigkeit von Twitter ist man immer auf dem Laufenden. Auch finden sich recht schnell Twitterer, die sich auf ein Themengebiet spezialisiert haben und sehr nützliche Links tweeten. Der Nutzen steigert sich dadurch enorm.
Ein weiterer positiver Aspekt ist die Hilfsbereitschaft viele Twitterer. Vorausgesetzt man hat schon ein paar Follower, die die Tweets auch lesen, bekommt man auf Fragen meist recht schnell eine Antwort.
Was bedeutet Twitter für ein Unternehmen
Da gibt es mehrere Aspekte die aber eindeutig für die Nutzung von Twitter sprechen. Hervorzuheben ist der direkte Draht zu den Menschen. Schnell und ohne Umwege können so Fragen geklärt oder Tipps gegeben werden. Aber auch die größere Reichweite (Bekanntheitsgrad steigern) und die Möglichkeit, aktuelle Informationen oder Tipps an die Twitter-Community weiterzugeben, spielen hier eine wichtige Rolle.
Nicht zu unterschätzen ist dabei der zeitliche Aufwand. Regelmäßiges Lesen und Kommunizieren bei Twitter ist hier absolute Voraussetzung.
Fazit
Twitter ist anders. Twitter ist frisch. Twitter ist schnell. Man muss sich schon ein wenig eingewöhnen in diese Kommunikationsform. Aber es lohnt sich. Wer also noch nichts mit Twitter am Hut hat, sollte das schleunigst ändern. Denn er verpasst definitiv etwas.
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[...] SEO. Parallel dazu setze ich mich mit dem Thema Web2.0 auseinander. Hier vor allem mit Twitter (22 Tage Twitter zwitschern oder nicht zwitschern). Da ich im Bezug auf SEO und Blog eh viel am Lesen und Forschen war, habe ich mehr und mehr diese [...]