Wie eine gut gemeinte Idee zum Ärgernis anderer Leute wurde

Ich möchte dieses Thema noch einmal kurz aufgreifen. Es geht um den Artikel Vorsicht vor Microlinks von seo-united.de
Gretus hat freundlicherweise meine Kommentare (Thorsten) dort freigeschaltet, so dass ich dort schon Stellung nehmen konnte. Hier möchte ich noch etwas ausführlicher darauf eingehen.

Worum geht es?

Ich fange mal von vorne an. Als wir mit unserer Idee preisbiene online gegangen sind, stand gleich nach der Testphase mit Google Adwords, deren Optimierung an. Stichwort SEO. Parallel dazu setze ich mich mit dem Thema Web2.0 auseinander. Hier vor allem mit Twitter (22 Tage Twitter zwitschern oder nicht zwitschern). Da ich im Bezug auf SEO und Blog eh viel am Lesen und Forschen war, habe ich mehr und mehr diese für mich wertvollen Artikel gleich getweetet. So habe ich das Nützliche mit dem Praktischen verbinden – und auch andere auf diese Artikel aufmerksam machen können…  was mehr und mehr gut ankam.

Die vermeintlich gut gemeinte Idee

Ich fand es aber schade, dass diese Tweets dann im Tweets-Nirvana verschwanden. Da macht man sich die Mühe interessante Artikel zu tweeten und das für vielleicht gerade mal 24 Stunden, weil dann alles in der History verschwindet. Also wollte ich die vom mir auserlesenen Tweets in einem Blog-Tweet-Archiv ablegen, so dass jeder darauf zugreifen und nachlesen kann. Dass dabei natürlich auch ein bischen mehr Aktion auf meinem Blog ist, möchte ich gar nicht verschweigen – klar. Aber ich habe tatsächlich schon oft im Archiv gesucht, weil ich noch einen guten Artikel im Hinterkopf hatte, den ich gut gebrauchen konnte.

Der Feinschliff

Als mir klar wurde, dass dadurch ein Trackback erzeugt wird, habe ich die Links nach und nach optimiert. Z.B. auf follow gesetzt. Zu Anfangs war die Bezeichnung des Links einfach Link. Wie ich aber gelernt habe, ist das suboptimal. :D Also vergab ich als Bezeichnung und Titel des Links, den Titel des Artikels, um meiner Meinung nach, das Bestmögliche für die verlinkten Artikel rauszuholen. Und das Alles, obwohl die meisten der Trackbacks wahrscheinlich eh nofollow sind. Ok … so viel zu der Historie.

Das Ärgernis

Ich dachte eigentlich, dass die Artikelschreiber froh sind, wenn sie empfohlen und verlinkt werden. Dem ist aber aller Anschein nach nicht so .. im Gegenteil. Viele ärgert es anscheinend, wenn sie aus einer reinen Empfehl-Liste raus verlinkt werden und sehen dies sogar als Spam an. Ist jetzt auch irgendwo für mich verständlich, da es mittlerweile einige Dienste gibt, die automatisiert Listen mit Links erstellen und damit auf einen Trackback hoffen.

Trackbacks waren bei mir aber nicht das Ziel. Und automatisiert hab ich das auch nicht. Wie auch … die Artikel, die ich tweete, sind ja eine Empfehlung von mir. Wie kann ich etwas empfehlen, was ich nicht gelesen habe. Also wenn ich von euch oft einen Artikel getweetet habe, bedeutet das nicht, dass ihr besonders spamwürdig seid :D sondern eben gute Artikel schreibt!!!

Die Lösung

Ich möchte natürlich niemand damit verärgern. Das ist nicht Sinn der Sache und gerade unter Bloggern sollte man miteinander reden und wenn jemand sauer ist, auch darauf eingehen und gegebenenfalls Fehler zugeben.

Ich habe also eine kleine Änderung im WordPress vorgenommen, mit der alle Links aus Artikeln, die die Überschrift nütztliche Tweets enthalten, keinen Trackback mehr senden! Und wie ich mitbekommen habe, ist es auch nicht unbedingt von Vorteil, so viele ausgehende Links in einem Artikel zu haben (Verhältnis Content – Links). Deshalb überlege ich, diese auf nofollow zu setzen … weiß ich aber noch nicht genau.

Ich möchte mich noch einmal entschuldigen und hoffe, dass damit das Ärgernis aus der Welt geschafft wurde :)
Wenn jemand doch noch einen Trackback aus meinen neuen Empfehl-Listen bekommen sollte, so teilt mir das bitte mit. Was ich nicht weiss, kann ich nicht ändern :D

Wie seht ihr das?
Hat euch ein Ping aus meiner Empfehl-Liste auch immer zum Kochen gebracht?

.

Nachtrag 12.11.2009
Was mir noch eingefallen ist: Vielleicht ist das Ärgerniss nicht nur der Trackback selbst, sondern vor allem die Tatsache, das das ja dann Cross Linking ist (A -> B und B -> A)… was ja nicht so toll ist.

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5 Kommentare für “Wie eine gut gemeinte Idee zum Ärgernis anderer Leute wurde”

  1. 1
    Andreas sagt:

    Alles halb so wild, Thorsten.
    Fehler macht jeder mal und in deinem Fall war es wohl Unwissenheit.
    Ich finde es aber sehr gut, das Du dich der Situation gestellt hast und auch offen damit umgehst. Daumen Hoch dafür.

    Gruß,
    Andreas

  2. 2
    Thomas sagt:

    Hallo …

    ich gehöre vermutlich auch zu denjenigen, die Gretus ein wenig genervt haben. Zumindest erwähnt er den Begriff “SEO-Übersichten”. Auch ich bin den Leuten wohl etwas zu häufig mit meinen Trackbacks aus meinem Blog SEO-uebersicht.de gekommen. :-(

    Im Gegensatz zu dir bin ich aber noch nicht zu einer Lösung gekommen … und so lange pausiere ich mit meinem Blog erst mal.

    Viele Grüße
    Thomas

  3. 3
    Thory sagt:

    @Andreas
    Vielen Dank :) Wie heisst es so schön: wer nichts macht, macht nichts verkehrt ^_^

    @Thomas
    Wenn ich auch etwas überrascht war, finde ich es gut, dass Gretus es angesprochen hat .. so hätte man mit der Zeit vielleicht immer mehr Leute verärgert. Muss ja nicht sein.

  4. 4
    Roman sagt:

    Hallo, ich denke, das kommt wegen so topsy.com oder ubervu, das ist ja lästig, bei sehr vielen Tweets purzeln innert Minuten die Trackbacks rein… so automatisiertes Zeugs schalte ich auch nicht frei in meinem Blog. Aber gut, wenn Du reagierst, “Fehler macht jeder mal”, wichtig ist, dass man daraus lernt ;o) Gruss aus der Schweiz

  5. 5
    Thory sagt:

    Hallo Roman,
    Danke für Deinen Kommentar und es freut mich, dass du dich hier zu Wort meldest. Du hattest ja auch erwähnt, dass dich die “Biene” nervt … das war ja nicht beabsichtigt und sollte jetzt nicht mehr passieren ;)

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